Aus teo wird Yobsti: Mannheimer Start-Up will 35 Märkte übernehmen
Heute vier Läden, künftig 39: Das Mannheimer Start-up Yobsti will mit eigener Software den Betrieb vereinfachen – und damit langfristig auch günstige Preise ermöglichen.
Mannheim. Noch schnell Milch holen, etwas fürs Abendessen besorgen oder die vergessene Butter kaufen: Für viele Menschen gehört der kleine teo-Markt längst zum Alltag. An 35 Standorten soll künftig ein neuer Name über der Tür stehen: Yobsti. 5 davon befinden sich im Rhein-Neckar-Kreis: Die Märkte in Malsch, Lobbach-Lobenfeld, Zuzenhausen, Reichartshausen und Edingen-Neckarhausen werden bald von Yobsti betrieben.
Das Mannheimer Start-up plant, die Märkte zum 1. November 2026 von EDEKA zu übernehmen. Aus bislang vier eigenen Läden würden damit auf einen Schlag 39. Hinter dem Wachstum steht ein Team, das selbst Waren ausgefahren, Regale eingeräumt und seine ersten Pilotmärkte aufgebaut hat.
Neue Marke, vertrauter Einkauf
Nach einer kurzen Schließung für die Umstellung sollen die Märkte möglichst am 6. November um 12 Uhr wieder öffnen. Einzelne Standorte können davon abweichen. Geplant sind künftig tägliche Öffnungszeiten von 6 bis 22 Uhr. Das Einkaufsprinzip bleibt einfach: reingehen, Produkte auswählen, selbst scannen und bezahlen. Für den Zutritt ist eine Bankkarte vorgesehen; auch digitale Bankkarten über Apple Pay und Google Pay sollen funktionieren. Eine App wird dafür nicht benötigt.
Mit der Belieferung durch EDEKA Foodservice zieht schrittweise auch die EDEKA-Eigenmarke GUT & GÜNSTIG ein. Später sollen regionale Lieferanten das Angebot ergänzen – besonders in ländlichen Orten. Yobsti will die Nahversorgung stärken und jeden Markt nach und nach auf seine Nachbarschaft ausrichten.
Die Technik arbeitet im Hintergrund
Während Kunden ihren Einkauf erledigen, entwickelt das verbundene Unternehmen Yobst die Software hinter den Märkten weiter. Sie soll Informationen zusammenbringen und dem Team zeitaufwendige Abstimmung abnehmen. Was dadurch an Aufwand und Kosten gespart wird, soll künftig auch den Kunden zugutekommen: Yobsti will so Spielraum für günstigere Preise schaffen.
„Was wir in einem Laden lernen, soll auch dem nächsten helfen“, sagt Andre Tiede.
Zunächst zählt vor allem eines: die Türen wieder öffnen, damit die Menschen ihren Einkauf in der Nähe erledigen können. Wann welcher Markt startet, veröffentlicht Yobsti auf yobsti.de und seinen Social-Media-Kanälen.
